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Trauer um Karin Bigitte Treber de San Martín

Dagmar Dümchen

22. Aug. 2025

Ein weiteres Gemeindemitglied hat uns verlassen

Karin kam aus einer ländlichen Gegend der Pfalz und hat diese Wurzeln immer wieder betont. Aber sie war dennoch weltoffen, hatte Freundschaften in Finnland, sprach Finnisch, hatte den Mut, 1970 nach Bolivien auszuwandern und hier mit ihrem Mann Juan ein neues Leben anzufangen. Das war nicht einfach, aber sie hat es gemeistert.                                                

 Sie hat ihr Leben gemeistert, hat jahrelang im DED gearbeitet, war immer bemüht, ihr Auskommen zu haben, indem sie mit ihrem Mann Landwirtschaft betrieb und ihre Produkte verkaufte.

 Sie hat Liebe und Vertrauen an uns weitergegeben, ihre Familie, ihre Freunde. Sie war für ihre Kinder da, ihre Töchter Katja und Ivette, war so stolz auf ihre Enkel und was die erreicht haben: Katharina, Kayla, Marlies und Jonathan.                                                                                           

 Sie hat viele Kontakte und Freundschaften gepflegt und hatte das Glück, zuhause von der tüchtigen Feliza unterstützt zu werden.

 In der Kirche gehörte Karin immer zu unserem festen Bestand, ja, man kann sagen, sie verkörperte das Beste, was wir in der Kirche zu bieten haben, mit ihrem Einsatz als Mitglied des Gemeindekirchenrates, mit der Leitung der Treffen, die viele Jahre unter dem Namen Recreación stattfanden und die sie ständig organisierte, zusammen mit Heidi Stache.  Ihr hervorragendes Gedächtnis half ihr dabei, sie sagte, ja, ich habe ein Gedächtnis wie ein Elefant.   Noch bei unserem letzten Gespräch machte sie mir die Freude, von einer gemeinsamen Bekannten Neues zu berichten, ich hatte diese Freundin jahrelang aus den Augen verloren, Karin wusste, was Entscheidendes in ihrem Leben passiert war, wie sie lebte.

 Zurück zur Kirche: Da saß Karin an ihrem gewohnten Platz und nahm aktiv teil.  Die Liturgie, Gebete und Lieder im Gesangbuch kannte sie auswendig. Mit den neuen Liedern, vom blauen Heft, konnte sie sich nicht so gut anfreunden.   Wir haben immer wieder gemerkt, dass die Kirche für sie ein Teil Heimat war.

 Dabei machte sie keine großen Worte, war mit ihrem Einsatz präsent, sprach nicht viel von Gott,   aber ich bin sicher, er war an ihrer Seite.

 Nach dem Gottesdienst genoss sie den Kirchkaffee und die anregenden Gespräche. Sie thronte wie eine Königin auf ihrem Stuhl und war glücklich. Sie genoss Kuchen und selbstgebackene Kekse, war ja selber Expertin, was Backen betrifft. (Auszug aus der Ansprache von Matthias Strecker während der Trauerfeier)


Karin hatte sich eine ordentliche Sitzgelegenheit vor der Kirche gewünscht, um dort bequem beim Kirchkaffee sitzen zu können. Daraufhin hat der Gemeindekirchenrat eine schöne Bank angeschafft.

Als ich sie am Mittwoch, den 21 August besuchte, sagte sie zu mir: "Ich habe noch kein einziges Mal auf der Bank gesessen".

Jetzt habe ich die Vorstellung, dass sie immer dort sitzen wird, wenn wir uns nach dem Gottesdienst zum Kirchkaffee treffen. (D. Dümchen)

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