Kollekte

Der Monatsspruch für September 2021:

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.

Hag 1,6

Der Gemeindebote für September ist da! Hier gehts zum Download

Jahreslosung 2021:
Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Lukas 6, 36

Bibelkreis:

Der Bibelkreis findet weiterhin noch ONLINE statt, dazu sind alle Interessierten eingeladen, am Mittwoch 11.08.21 und 25.08.21 um 15:00 Uhr bolivianischer Zeit teilzunehmen. Der Link zur Teilnahme ist im Terminkalender einzusehen.

Kollekte

Meditation

“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;

ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!”

 

Diese gewaltige Aussage Gottes, die der Prophet Jesaja (Kap. 43, Vers 1) verkündet, hat jüdische und christliche Gläubige schon seit Jahrtausenden von Jahren begleitet.

Dieser Spruch ist einer der beliebtesten Taufsprüche geworden. Die christliche Taufe, in ihren verschiedenen Varianten – Kindertaufe oder Erwachsenentaufe – ist zwischen der evangelischen und katholischen Kirche einerseits und den sogenannten Freikirchen andererseits umstritten. Aber Einigkeit besteht im Sinn der Taufe, die als eine Art von Initiationsritus in die christliche Gemeinschaft angesehen wird. Eine Pastorin der Baptisten-Kirche erklärte das so: “Ich verbinde die Taufe mit dem Bild der ausgestreckten Hand Gottes, in die ich einschlagen kann. Gott streckt mir seine Hand entgegen, ich darf glauben und die von Gott durch Jesus angebotene Vergebung annehmen. Er gibt mir damit eine neue Perspektive, eine neue Lebenswirklichkeit und seine Zusage an mich, dass ich sein Kind sein darf.”

“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst!” Die Angst vor den Gefahren des Lebens begleiten heute viele Menschen. Es scheint aussichtslos, gegen all das anzukämpfen, was uns bedroht: die Pandemie, die nicht zu stoppen zu sein scheint und immer neue Varianten erzeugt, der Klimawandel und damit verbundene Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Deutschland und Brände in den USA, Flüchtlingswellen, die Verfolgung Andersdenkender und politischer Gegner in aller Welt. Dass trotzdem unser Leben von Gott geschützt und bestimmt wird, kann eine befreiende erlösende Überzeugung sein.

“Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!” Namen sind Schall und Rauch, sagt man. Vielleicht mit einem stillen Hinweis darauf, dass manche Familien als vornehm gelten durch die Namen ihrer Vorfahren, vielleicht adlig, wie Herr und Frau von Sowieso. Aber irgendwie gehört mein Name doch zu meiner Person, ich kann und will ihn nicht ablegen, obwohl ich nicht nur gute, sondern auch schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, zum Beispiel der Ausspruch eines unpädagogischen Englischlehrers, der sich darüber lustig machte, dass Strecker so ähnlich klingt wie das englische Wort “stretcher”. In der Zeit der Nazi-Diktatur bekamen viele jüdische Menschen Ausweispapiere mit neuen Namen; sofern sie nicht ohnehin bereits einen jüdischen Vornamen trugen, der „im deutschen Volk als typisch angesehen“ wurde, mussten sie zusätzlich andere Namen annehmen, die Männer wurden Israel genannt, die Frauen Sara. Außerdem mussten sie den Judenstern tragen, um als Geächtete zu erscheinen. Der nächste Schritt war dann die Einweisung in ein Konzentrationslager, wo sie mit einer Nummer aufgerufen wurden, die auf ihre Haut tätowiert wurde.

“Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!” Für Gott sind wir keine anonyme Nummer, sondern seine geliebten Kinder. Er kennt uns und nimmt uns so an, wie wir sind, mit unseren Stärken und Schwächen. Damit können wir sicher leben, was auch sonst noch passieren mag.

Matthias Strecker, Prädikant

Aktuelles

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