Der Monatsspruch für November 2021:

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. 2 Thess 3,5

Momentan finden unsere Gottesdienste in der Kirche und virtuell statt.
Beachten Sie die Hinweise in unserem  Terminkalender

 

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Kollekte

19. September 2021, 10.30 Uhr

Einführungsgottesdienst unseres neuen Pastors Jörg Kohler-Schunk

Am 19. September lud Jörg Kohler-Schunk, der neue Pfarrer der IELHA, zu einem Einführungsgottesdienst in der Matrin Luther Kirche ein.

Pfarrer Jörg Kohler-Schunk wird uns von September bis Dezember dieses Jahrs, und von Februar bis Juni nächsten Jahres begleiten. Er kommt aus Brackenheim-Hausen, 15 km westlich von Heilbronn. In und um Heilbronn war er die letzten 25 Jahre seines Pfarrdienstes in verschiedenen Gemeinden als geschäftsführender Pfarrer tätig. Seit dem 1. November 2020 ist er nun, nach fast 40 Jahren im Pfarrdienst in der Württembergischen Landeskirche, in den Ruhestand getreten. Wir freuen uns sehr, in in unserer Gemeinde willkommen zu heißen und freuen uns auf seine Gottesdienste, die wir nun nach und nach endlich wieder in der Martin Luther Kirche stattfinden lassen können. Hier ein paar Eindrücke des Einführungsgottesdienstes. Die Fotos stellte uns Heidi Brandenberg zur Verfügung:

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Jahreslosung 2021:
Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Lukas 6, 36

Bibelkreis

Der Bibelkreis findet bis zum Jahresende ONLINE statt, dazu sind alle Interessierten eingeladen, an jedem 2. und 3.  Mittwoch jedes Monats um 15:00 Uhr bolivianischer Zeit teilzunehmen. Der Link zur Teilnahme ist im Terminkalender einzusehen.

Kollekte

September 2021

Meditation

“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;

ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!”

 

Diese gewaltige Aussage Gottes, die der Prophet Jesaja (Kap. 43, Vers 1) verkündet, hat jüdische und christliche Gläubige schon seit Jahrtausenden von Jahren begleitet.

Dieser Spruch ist einer der beliebtesten Taufsprüche geworden. Die christliche Taufe, in ihren verschiedenen Varianten – Kindertaufe oder Erwachsenentaufe – ist zwischen der evangelischen und katholischen Kirche einerseits und den sogenannten Freikirchen andererseits umstritten. Aber Einigkeit besteht im Sinn der Taufe, die als eine Art von Initiationsritus in die christliche Gemeinschaft angesehen wird. Eine Pastorin der Baptisten-Kirche erklärte das so: “Ich verbinde die Taufe mit dem Bild der ausgestreckten Hand Gottes, in die ich einschlagen kann. Gott streckt mir seine Hand entgegen, ich darf glauben und die von Gott durch Jesus angebotene Vergebung annehmen. Er gibt mir damit eine neue Perspektive, eine neue Lebenswirklichkeit und seine Zusage an mich, dass ich sein Kind sein darf.”

“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst!” Die Angst vor den Gefahren des Lebens begleiten heute viele Menschen. Es scheint aussichtslos, gegen all das anzukämpfen, was uns bedroht: die Pandemie, die nicht zu stoppen zu sein scheint und immer neue Varianten erzeugt, der Klimawandel und damit verbundene Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Deutschland und Brände in den USA, Flüchtlingswellen, die Verfolgung Andersdenkender und politischer Gegner in aller Welt. Dass trotzdem unser Leben von Gott geschützt und bestimmt wird, kann eine befreiende erlösende Überzeugung sein.

“Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!” Namen sind Schall und Rauch, sagt man. Vielleicht mit einem stillen Hinweis darauf, dass manche Familien als vornehm gelten durch die Namen ihrer Vorfahren, vielleicht adlig, wie Herr und Frau von Sowieso. Aber irgendwie gehört mein Name doch zu meiner Person, ich kann und will ihn nicht ablegen, obwohl ich nicht nur gute, sondern auch schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, zum Beispiel der Ausspruch eines unpädagogischen Englischlehrers, der sich darüber lustig machte, dass Strecker so ähnlich klingt wie das englische Wort “stretcher”. In der Zeit der Nazi-Diktatur bekamen viele jüdische Menschen Ausweispapiere mit neuen Namen; sofern sie nicht ohnehin bereits einen jüdischen Vornamen trugen, der „im deutschen Volk als typisch angesehen“ wurde, mussten sie zusätzlich andere Namen annehmen, die Männer wurden Israel genannt, die Frauen Sara. Außerdem mussten sie den Judenstern tragen, um als Geächtete zu erscheinen. Der nächste Schritt war dann die Einweisung in ein Konzentrationslager, wo sie mit einer Nummer aufgerufen wurden, die auf ihre Haut tätowiert wurde.

“Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!” Für Gott sind wir keine anonyme Nummer, sondern seine geliebten Kinder. Er kennt uns und nimmt uns so an, wie wir sind, mit unseren Stärken und Schwächen. Damit können wir sicher leben, was auch sonst noch passieren mag.

Matthias Strecker, Prädikant